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Das Bergwerk im Spessart befindet sich im kristallinen Grundgebirge innerhalb eines ca. 335 Millionen Jahre alten Muskovit-Gneises. Dieser Gneis entstand durch Metamorphose (Umwandlung durch Hitze und Druck tief im Erdinnern) während der variskischen Gebirgsauffaltung aus einem ehemaligen Granit. Der einst hier auflagernde Kupferschiefer der carbonatischen Zechsteinsedimente ist der Erosion zum Opfer gefallen, ist aber beiderseits des Tales unter dem Buntsandstein anstehend. Die Störungen streichen - soweit erkennbar - in etwa in der üblichen Richtung von Nordwest nach Südost mit einer gewissen Abweichung nach Nord. Die zahlreichen, nur dünnmächtigen und sehr absätzigen Erzgänge auf den Spaltenzügen von bis zu ca. 2 cm Mächtigkeit treten in kaum veränderten und sehr standfesten Muskovit-Gneisen auf (deshalb ist innerhalb des Berges auch keine Auszimmerung oder Abstützung nötig). Im Bereich des Tagebaues (oder auch Steinbruch) sind die primären Erze oft zu den bunten und damit auffälligen Sekundärmineralien umgesetzt. Die hier fremden Erze wurden wohl durch die im Jura hydrothermal aufgedrungenen, barytführenden Lösungen aus dem früher den Gneis überlagerten Kupferschiefer gelöst und im Gneis wieder ausgeschieden. Dies ist der Grund, warum die tiefen Gangspalten erzleer werden.
Das Stollensystem (rechts die heute noch begehbare 23-Sohle in der Aufsicht) wurde dann während des 2. Weltkrieges als Luftschutzeinrichtung genutzt. Später wurde versucht, darin Pilze zu züchten. Durch Schottergewinnung in den 70er Jahren wurde der Tagebaues auf die heutigen Verhältnisse erweitert und dann größtenteils mit Haus- und Sperrmüll bis in die 60er Jahre vergeschüttet. Dann wurde der Zugang dauerhaft verschlossen und über Jahre hatten nur die Fledermäuse einen ständigen Zugang. Mineraliensammler und Geologen nutzten die Gelegeheit, die Cu-Mineralisation an den Wänden des steinbruchartigen Areals zu studieren.Wie es in und um das Bergwerk aussieht zeigt Ihnen unsere Bildergalerie.
Diese Information ist mit Unterstützung von unserem Mitglied Joachim Lorenz entstanden, einem anerkannten Mineralogen und einem Profi in der Geologie für den Spessart. Auf der Homepage von Joachim Lorenz finden Sie weitere interessante Informationen rund um Mineralien und die Goelogie im Spessart.
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